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Der Fall „Andy" 16 Jahre, Diagnose: autistisch, körperlich und geistig behindert |
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Human-Dolphin Research Langzeitforschungsprogramm zur Untersuchung therapeutischer Wirkfaktoren im Interaktionsfeld Mensch-Delphin Copyright 2000 Spring/Todt |

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Andy zu Beginn der 10-tägigen Delphin-Therapie |



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Andy nach der letzten Therapie-Einheit |
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Begegnungen eines autistisch und geistig behinderten Jugendlichen mit wilden Walen und Delphinen vor der Küste von Teneriffa - 18.03. bis 28.03.2000. Erste Ansätze zur Evaluation eines integrativen Konzepts für die therapeutische Arbeit mit wilden Delphinen und Walen und zur Dokumentation der Therapie-Erfolge. |
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Andy 16 Jahre austistisch und geistig behindert. Wir haben die Eltern von Anfang bis Ende in den therapeutischen Prozess einbezogen. Damit nahmen die Eltern an den Erlebnissen ihres Jungen unmittelbar teil und es war uns möglich an den systemischen Einflüssen der Familie zu arbeiten, um den Boden für eine Veränderung in der Back-Home-Situation zu schaffen. Andy war einerseits sehr verschlossen und hyperaktiv, er vermied jeden Blickkontakt und körperliche Nähe, sprach nur wenige Worte, die mit der aktuellen Situation nicht in Zusammenhang standen und er litt unter Auto-Aggression und Strabismus. Wir fühlten von Anfang an eine Verbundenheit zu ihm, die uns den Weg zu anderen Formen der Kommunikation und zu einem tiefen Verständnis seiner Situation wies. |
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Andy liebte es, sich während der Fahrt stundenlang weit über die Bootskante zu legen, mit dem Atlantikwasser zu spielen, wild auf das Wasser einzuschlagen und sich schließlich nach dem 6. Encounter auch von einem Delphin berühren zu lassen. Die Spasmen an seinen Händen und Armen wurden sichtbar weniger und er konnte offensichtlich einen großen Teil der Aggressionen nach außen entlassen. |
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Andy bewegte sich immer freier im Boot. Entgegen unseren Erwartungen ging er nur einmal kurz ins Wasser. Er entwickelte sein eigenes Therapieprogramm: - Gleichgewichtsübungen; immer wieder balancierte er auf den Knien stehend im schwankenden Boot, die Hände wie Antennen nach oben gestreckt. (Übungen zur Synchronisation der Gehirnhälften ?) - Über die Bootskante geneigt die Hände im Wasser, mit dem Kopf tief über der Wasseroberfläche kamen die Delphine immer wieder ganz nahe an ihm vorbei geschwommen. |
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Andy hatte offenbar eine besondere Anziehung für Delphine. Während der 10 Encounters haben wir nur einmal die Grindwale getroffen und neun mal Delphine (Gemeine Delphine, große Tümmler, Rauhzahndelphine und atlantische Fleckendelphine). Die Encounters dauerten 2 - 4 Stunden und manchmal waren Hunderte von Delphinen rings um das Boot. So viele Delphine haben wir in 6-jähriger Erfahrung selten gesehen. |
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Dadurch befand er sich oft stundenlang im Interaktionsfeld und somit auch im unmittelbaren Einflussbereich des bioelektrischen Feldes der Delphine, deren Gehirncharakteristik ausgeprägte Theta-Aktivitäten (4-8 Hz = tiefer Entspannungszustand) aufweisen (J. LILLY 1971). Außerdem war er ebenfalls lange und intensiv dem Sonar (Ultraschall) und den Pfeiftönen ausgesetzt. Diese Schwingungen sollen sich angeblich auf die menschlichen Körperzellen und auf den interzellularen Raum übertragen (COLE, 1996) Es konnte im Vergleich mit der Sonophoresis der Nachweis geführt werden, dass dadurch biophysikalische Voraussetzungen gegeben sind, die stimulierenden Einfluss haben können auf die Produktion/Reduktion von Transmitterstoffen - Voraussetzung für die Verbindung von Nervenzellen im zentralen Nervensystem (Synapsen). (BIRCH ,1997) |
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3 Monate nach dem Ende der Delphin-Therapie: - Berichtet die Mutter, dass Andy immer noch sehr viel ausgeglichener ist, dass er die Möglichkeit eigener Entscheidungen wahrnimmt und realisiert, dass er körperliche Nähe zu anderen Menschen sucht - er hat seine Tante zum ersten mal umarmt - und dass er seinen Wortschatz erweitert und beginnt Sätze zu sprechen. - Entnehmen wir dem Schulbericht vom 28.06.2000: "Insbesondere im kommunikativen Bereich hat Andy in letzter Zeit große Fortschritte gemacht." - Heißt es im Therapiebericht vom 28.06 2000: "Positiv auffällig ist, dass Andy konzentrierter geworden ist, verbale Aufforderungen sehr gut versteht und die Sprache vermehrt als Kommunikationsmittel einsetzt." - Andy's Vater berichtet, dass Andy fast jeden Tag neues Verhalten entwickelt. Er hat jetzt gerade damit begonnen andere Menschen in seiner Gruppe zu trösten, wenn sie weinen und Hilfe brauchen. |
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Am Ende des 14 tägigen Delphintherapie wurden einige offensichtliche Veränderungen beobachtet: Andy schläft jetzt nachts durch, er ist entspannter, konzentrierter und ausgeglichener. Sein Blick ist klarer, er nimmt Blickkontakt auf und benutzt Sprache jetzt als Mittel der Kommunikation (einzelne Worte, Sätze mit drei Worten) Er beginnt eigene Entscheidungen zu treffen und lässt mehr körperliche Nähe zu. |
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Weitere Berichte aus der Zeit nach 3 Monaten (gekürzt): - 04.08.2000 jährliche neurologische Routineuntersuchung. Das Messergebnis einer EEG-Ableitung bestätigt, dass kein Risiko mehr für Krampfanfälle besteht. Wenn sich dieser Status in der nächsten jährlichen Routineuntersuchung bestätigt, kann das Medikament zur Minimierung des Anfallsrisikos (Ergnyl) abgesetzt werden. - Anfang Dezember 2000 wurde durch den örtlichen, medizinischen Dienst nach einem ergänzenden Hausbesuch entschieden, dass Andy nicht mehr in dem Maße wie bisher pflegebedürftig ist. Er wird von der Pflegestufe III abgestuft auf Pflegestufe II. |
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Delphintherapie Fallstudie Durchgeführt März 2000 |