Delphin-Schwimmen, Dolphin Swim

Wal- und Delphinbeobachtung

Wal- und Delphinbeobachtung

Das Human-Dolphin-Relationship Projekt ist ein Forschungsprojekt und bietet keine Exkursionen oder Bootsfahrten zu den Walen und Delphinen an. Das heisst nicht, dass wir diesen Aktivitäten gegenüber negativ eingestellt sind. Im Gegenteil, wenn dies mit Respekt geschieht, ist es eine gute Möglichkeit Delphine und Wale in Freiheit zu erleben.


Wir werden oft nach touristischen oder esoterischen Angeboten gefragt.

Deshalb hier einige Hinweise

Delphin-Schwimmen

Das Schwimmen mit Walen oder Delphinen ist im gesamten Hoheitsgebiet der Kanarischen Inseln streng verboten (Gesetzl. Grundlagen siehe oben). Das HDR-Projekt hat eine zeitlich limitierte Sondergenehmigung (Resolution Nr. 102/2007) der Kanarischen Regierung

Spezielle Hinweise für die Kanarischen Inseln:

Auf den Kanarischen Inseln gibt es seit 27.März 1989 ein Gesetz zum Schutze der Flora und Fauna. In dem Dekret 178 vom 6. Sept. 2000 werden Aktivitäten wie Wal- und Delphinbeobachtungen gesetzlich genauer geregelt. Wichtigste Bestimmung ist, dass für die Beobachtung eine Genehmigung der Kanarischen Regierung eingeholt werden muss und ein Mindestabstand von 60 m einzuhalten ist. Schwimmer und Taucher müssen einen Mindestabstand von 500 m einhalten. In frage kommende Küstenbereiche werden kontrolliert, Zuwiderhandlungen werden mit hohen Strafen und Lizenzentzug geahndet.


Etwa 40 Fahrzeuge haben eine entsprechende Lizenz, erkennbar an der Blue Boat Flagge und laden täglich mehrmals zu Delphin- und Walbeobachtungen ein. Wenn diese Fahrzeuge den Mindestabstand (60 m)einhalten,  ist eine Störung der Wale und Delphine so gut wie ausgeschlossen, da besonders Delphine ein lebhaftes Interesse an Menschen zeigen. Leider gibt es unbewusste und/oder verantwortungslose Kapitäne auf einigen Schiffen, die dem Erwartungsdruck ihrer Fahrgäste und natürlich auch dem starken Konkurrenzdruck untereinander nachgeben und dann doch näher heranfahren. In der Regel beruhigt die Besatzung umweltbewusstere Fahrgäste, die von dem Gesetz wissen, damit, dass die Wale und Delphine ja von sich aus näher kommen. Das stimmt in der Regel aber nur bei den Delphinen, die manchmal sehr neugierig sind und auch gerne in der Bugwelle surfen. Fahrgäste erkennen regelwidriges Verhalten der Schiffsführung daran, dass Wale und Delphine regelrecht gejagt werden.  Bei den Walen wird oft ein Trick angewendet, so dass es den Anschein hat, dass die Wale von sich aus zum Boot kommen: Man legt sich ganz einfach in ihre Kurslinie. Das ist ebenfalls ein Verstoß gegen den „Code of conduct" Auf den kanarischen Inseln ist Natur- und Artenschutz wenig populär. Fahrgäste können durch ihre Wahl und durch Aufklärung der Schiffsführer Einfluss nehmen. 


Wählen Sie sorgsam das Schiff aus, mit dem Sie ihren Ausflug in das Schutzgebiet der Wale und Delphine machen wollen. Sie leisten damit einen Beitrag zum Schutze der Wale und Delphine.


An dieser Stelle ein paar Tipps für unser Operationsgebiet (Westküste Teneriffa):


Unsere Empfehlung:


Colon (Playa Las Americas)  und Los Christianos im Süden der Insel:

„Must Cat", „Freebird" und TUI,  grosse Segelkatamarane, bieten ökologisch orientierte Wal- und Delphinexkursionen an. Der „code of conduct" und die lokalen Schutzbestimmungen werden  weitgehend respektiert.

„ Royal Delphin" und besonders „Lady Shelly",  motorgetriebene Katamarane in Los Christianos bzw. Colon sind schon seit Jahren vorbildlich in der respektvollen Begegnung von Walen und Delphinen.

Das HDR Team sieht sich verpflichtet aufgrund der bisherigen Erkenntnisse der Forschung und auch der umfangreichen Erfahrung (15 Jahre) im nahen Kontakt mit Delphinen vor unprofessionellen Aktivitäten zu warnen.

Das Schwimmen mit Delphinen und Walen kann ohne umsichtige, fachkundige Führung lebensgefährlich sein, dies zeigen  Berichte von Unfällen. Das Hauptrisiko liegt dabei beim Menschen selber:


  1. Unsere Forschungen (EEG Messungen) haben bestätigt, dass im nahen Kontakt mit Delphinen veränderte Bewusstseinszustände mit spezifischen frontalen Theta und Alpha Rhythmen eintreten können. Sie zeigen einen trance - oder hypnoseähnlichen Zustand an. Unerfahrenheit mit diesen Zuständen kann im Kontakt mit Delphinen unter bestimmten Umständen zu einem erheblichen Unfallrisikofaktor werden.

  2. Delphine reagieren auf Wünsche und Absichten des Menschen, besonders aber auch auf verdrängte Inhalte des Unterbewusstseins. Beispiel: Ein Mensch mit verdrängter Wut löst aggressive Reaktionen beim Delphin aus (z.B.: Schlagen mit der Schwanzflosse, frontaler Angriff).

  3. Missbrauch und Kontaminierung therapeutischer Ressourcen: Die Arbeit mit veränderten Bewusstseinszuständen im freien Feld braucht professionelle Qualitäten und fordert viel Verantwortung. Ohne fachgerechte Integration können psychoneuronal und endokrin definierte Abhängigkeitsmuster ausgelöst werden (Auswirkungen wie bei Substanzabhängigkeiten).

   

John Lilly, Pionier der Forschung im Feld Mensch-Delphin Interaktion, antwortete auf die Frage, wie man sich auf Delphin-Encounters vorbereiten kann: „First know yourself!"



Wenn Sie an einer illegalen Aktivität teilnehmen, wird ihr Bootsführer im Falle eines Unfalls, möglicherweise nicht einmal den Rettungsdienst benachrichtigen, weil er sich damit einer Bestrafung aussetzt - Beispiele dafür sind dokumentiert. Die Bootsführer sind sich oft des seemännischen und des psychodynamischen Risikos und auch der Verantwortung in keiner Weise bewusst. In der Regel gibt es keine Verträge über Verantwortung zwischen Reiseorganisation/Gruppenleitung und Bootsführer und Teilnehmern. Klären Sie unbedingt vor Antritt der Reise die legalen Verhältnisse.

Lassen Sie sich unbedingt die schriftliche Autorisation der aufsichtführenden Behörde zeigen.


Und berücksichtigen Sie bitte bei der Suche nach Ihrem Erlebnis,

ob die Situation auch für die Delphine stimmig ist!

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